Solarparks

Die rasante technologische Entwicklung in den vergangenen Jahren hat dazu beigetragen, dass die Photovoltaik neben der Windenergie mittlerweile zu den kostengünstigsten Möglichkeiten gehört, um Strom aus erneuerbaren Energien zu erzeugen. Neben Anlagen an und auf Gebäuden lässt sich die Technik auch in größeren Kraftwerken auf Freiflächen mit einer Leistung von mehreren Megawatt nutzen, den so genannten Solarparks. Bereits heute ist absehbar, dass sich insbesondere größere Solarkraftwerke in Zukunft auch ohne EEG-Förderung rechnen werden und sich besser steuern lassen als kleine Dachanlagen.

Auswirkungen auf Natur und Landschaft begrenzt

Im Vergleich zu anderen Technologien zur Stromerzeugung sind die Auswirkungen von Solarparks auf Natur und Landschaft begrenzt. Dennoch stellt ihre Errichtung am jeweiligen Standort immer einen Eingriff in den Naturhaushalt dar. Durch die notwendige Umzäunung entsteht eine Barrierewirkung, ein gewisser Anteil der Fläche wird versiegelt und verschattet, zudem können Auswirkungen auf Vögel und Insekten nicht ausgeschlossen werden. Bei der Standortwahl sollten daher Schutzgebiete und wertvolle Lebensräume tabu sein. Über einen Beschluss zur Änderung bzw. zur Aufstellung eines kommunalen Bebauungsplans kann der Bau von Solarparks in der Regel auf naturschutzfachlich wenig sensible Standorte gelenkt werden. Die obligatorische Umweltverträglichkeitsprüfung sollte eine Bebauung ökologisch wertvoller Flächen verhindern.

Frühzeitige naturschutzfachliche Begleitung ist notwendig

Nachdem jahrelang immer größere Freiflächen mit Solarparks bebaut wurden, sieht das EEG mittlerweile eine Größenbeschränkung auf maximal zehn Megawatt Leistung vor. Die Förderung eines neuen Solarparks über das EEG ist nur möglich, sofern die Flächen bereits versiegelt oder vorbelastet sind. Allerdings ist unklar, ob die wenigen im Gesetz selbst genannten Flächenkategorien nicht zu restriktiv gefasst sind und zum Beispiel bei militärischen Konversionsstandorten zu vermehrten Konflikten mit dem Natur- und Artenschutz führen. In jedem Fall ist eine möglichst frühzeitige naturschutzfachliche Begleitung solcher Vorhaben sinnvoll. Denn in einer zersiedelten und intensiv genutzten Kulturlandschaft können Solarparks im Vergleich zu anderen Nutzungen der Natur sogar Vorteile bieten: Mit einem durchdachten Konzept zur Entsiegelung und Förderung der Strukturvielfalt, zum Schutz bodenbrütender Vogelarten sowie durch gezielte Anpflanzungen können diese Flächen extensiviert und ökologisch aufgewertet werden.

Naturverträglichkeit von Solarparks

Der Ausbau von Solarparks muss naturverträglich unter Berücksichtigung bestimmter Kriterien erfolgen. Dazu gehört vor allem die richtige Standortwahl, die möglichst eine Nutzungsextensivierung zur Folge haben sollte. Mehr

Solarparks in Schutzgebieten? Pro und Contra

In Einzelfällen kann der Bau von Solarparks in Schutzgebieten unter Berücksichtigung naturschutzfachlicher Auflagen möglich sein. Dennoch sollte in der Regel auf die Inanspruchnahme naturschutzfachlich wertvoller Flächen verzichtet werden. Mehr