Inhalte und Ziele des Projektes

Das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben "Stärkung des Wissensmanagements zur Energiewende: Anforderungen aus Sicht des Naturschutzes" aus dem UFOPLAN 2013 wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit von Mai 2013 - April 2015 vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) gefördert. Im Rahmen dieses Projekts koordiniert der NABU Bundesverband einen regelmäßigen Austausch unter den Umweltverbänden auf Bundesebene und mit einer beratenden Gruppe aus Wissenschaftlern und Akteuren aus der Praxis, wie die Umsetzung der Energiewende in Deutschland möglichst naturverträglich gestaltet werden kann.

Wenn die Energiewende konsequent fortgesetzt wird, verdrängen insbesondere Windenergie und Photovoltaik zunehmend Strom aus nuklear oder fossil befeuerten Großkraftwerken und sichern so das Erreichen unserer Klimaschutzziele. Wichtig ist dabei nicht nur, dass alle Energiesektoren, d. h. nicht nur der Stromsektor, sondern auch der Wärme- und Verkehrssektor und darüber hinaus die Ziele zu Energieeffizienz und –einsparung berücksichtigt werden. Gleichzeitig wird schon jetzt bei einem Anteil von nur rund 12 Prozent am Endenergieverbrauch in Deutschland deutlich sichtbar, dass sich die erneuerbaren Energien als neue Landnutzung großflächig in Deutschland etabliert haben. Deshalb brauchen wir auch einen scharfen Blick für mögliche Konflikte, die sich aus Sicht des Natur- und Artenschutzes stellen.

Wenn aber die erneuerbaren Energien in Zukunft unsere Landschaft noch in größerem Maße als heute prägen werden, müssen wir uns sorgfältig mit ihren Effekten für die biologische Vielfalt auseinandersetzen. Die auf der Internetplattform www.energiewende-naturvertraeglich.de bereitgestellten Informationen sollen dabei helfen, dass wir einen besseren Umgang bei der Bewertung und Begrenzung der Auswirkungen auf Natur und Landschaft finden.

Sie dient als zentrale Informationsplattform zum Themenfeld Naturschutz und Energiewende. Neben der Sammlung und Bereitstellung von Materialien ist eine strukturierte Auswertung von Studien, Projekten, Monitoringvorhaben und Gerichtsurteilen vorgesehen. Darauf aufbauend werden Herausforderungen, Defizite und Lösungsansätze für eine naturverträgliche Energiewende dargestellt sowie Schlussfolgerungen, Empfehlungen und Hilfestellungen für die Umsetzung veröffentlicht. Zielgruppen sind neben den Umweltverbänden auch andere Akteure aus den Bereichen Energiewende, Planung und Naturschutz (Politik, Behörden, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft).