Windenergie an Land

Die Windenergie an Land hat sich in den vergangenen 20 Jahren rasant entwickelt. Nachdem erste kleine Windräder eine Leistung von wenigen 100 Kilowatt erbrachten, gehören große Anlagen mit mehreren Megawatt Leistung und bis rund 200 Metern Gesamthöhe heute zum Standard. Nachdem viele der windreichen Gebiete im Norden und Osten Deutschlands auf ihre Eignung als Standorte für die Windenergie geprüft und bebaut wurden, werden nun zunehmend auch windärmere Standorte im Binnenland und Flächen in Wäldern für die Windkraftnutzung interessant.

Auswirkungen auf Natur und Landschaft

Neben ihrem zentralen Beitrag zum Klimaschutz hat die Windenergie an Land aber auch negative Auswirkungen auf Natur und Landschaft. Daher ist sie nicht unumstritten. Seltene Arten wie der Rotmilan oder die Bechsteinfledermaus werden von den sich drehenden Rotoren erschlagen oder aus ihren Lebensräumen vertrieben. Ungünstig gelegene Windparks können für einige Vogelarten zu unüberwindbaren Hindernissen auf ihren Flugrouten werden. Ein Ausbau der Windenergie in Waldgebieten führt zudem zu einer weiteren Zerschneidung der Wälder durch Wege für Transport und Wartungsarbeiten.

Räumliche Steuerung - Standortwahl

Da im Wesentlichen die Wahl des Standortes über die Naturverträglichkeit von Windrädern entscheidet, sollten qualifizierte Eignungsgebiete im Zuge der Regionalplanung identifiziert und ausgewiesen werden. Statt einen Wildwuchs von Windparks in der Landschaft zuzulassen gilt es, den erforderlichen Zubau auf wenige, konfliktarme Standorte zu konzentrieren. Außerdem sollten verstärkt alte Windräder durch leistungsstärkere und effizientere Anlagen ersetzt werden. Das so genannte Repowering ermöglicht es, auf weniger Fläche und mit weniger Anlagen mehr Kapazitäten zur erneuerbaren Stromerzeugung bereit zu stellen und gleichzeitig naturschutzfachlich wertvolle Gebiete künftig von Windkraft frei zu halten.

Auswirkungen auf Fledermäuse

Windenergieanlagen Onshore haben Auswirkungen auf Natur und Landschaft. Besonders gefährdet sind neben Vögeln verschiedene Fledermausarten, die durch Kollision an den Masten und Rotorblättern sowie durch Barotrauma, zu Schaden kommen können. Mehr

Ausweisungskriterien für Windstandorte

In den Planungsregionen der Bundesländer werden auf Basis überarbeiteter oder neu herausgegebener Windenergieerlasse die Regionalpläne oder Teilpläne für die Windenergienutzung überarbeitet. Dabei werden "harte" und "weiche" Ausweisungskriterien kontrovers diskutiert. Mehr