Weitere Infos

Wenn Sie uns weitere Hinweise und Informationen zu den Themen Wissenschaft, Recht, Praxis und Akteure im Bereich der Windenergienutzung an Land mitteilen wollen, die bisher noch nicht hier zu finden sind, freuen wir uns sehr. Bitte schreiben Sie an windenergie-onshore@energiewende-naturvertraeglich.de .

Wissenschaft

Wissenschaft

Abgeschlossene Projekte

F+E-Vorhaben "Greifvögel und Windkraftanlagen: Problemanalyse und Lösungsvorschläge"(FKZ 0327684)

Auftraggeber:

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)

Auftragnehmer:

Michael-Otto-Institut, Bioconsult SH, Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung, Arbeitsgemeinschaft biologischer Umweltschutz im Kreis Soest e.V., Förderverein Greifvogelmonitoring, Ökotop GbR, Staatliche Vogelschutzwarte Brandenburg

Laufzeit:

04/2007 - 04/2009

Einige Untersuchungen konnten bereits abgeschlossen werden und befinden sich nun in der Auswertung. Für einige Teilaspekte wurde das Projekt bis zum 31.12.2010 verlängert. Mehr Informationen finden Sie hier. Der Projektbericht soll noch in diesem Jahr veröffentlicht werden.

F+E-Vorhaben "Untersuchung von speziellen Hemmnissen im Zusammenhang mit der Umweltbewertung in der Planung und Genehmigung der Windenergienutzung an Land und Erarbeitung von Lösungsansätzen"

Auftraggeber:

Umweltbundesamt (UBA), Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)

Laufzeit:

2011-2012

Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier.

Weitere laufende Projekte, die sich mit Windenergie an Land beschäftigen, finden Sie hier unter Forschungsprojekte/Sparten Windenergie.

F+E-Vorhaben "Auswirkungen regenerativer Energiegewinnung auf die biologische Vielfalt am Beispiel der Vögel und der Fledermäuse"

Auftraggeber:

Bundesamt für Naturschutz (BfN), Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)

Auftragnehmer:

Michael-Otto-Institut

Laufzeit:

2003 - 2004

Projektbericht:

H. Hötker, K.-M. Thomsen and H. Köster (2004): Auswirkungen regenerativer Energiegewinnung auf die biologische Vielfalt am Beispiel der Vögel und der Fledermäuse - Fakten, Wissenslücken, Anforderungen an die Forschung, ornithologische Kriterien zum Ausbau von regenrativen Energieformen.

F+E-Vorhaben "Auswirkungen des Repowering von Windkraftanlagen auf Vögel und Fledermäuse"

Auftraggeber:

Landesamt für Natur und Umwelt des Landes Schleswig-Holstein

Auftragnehmer:

Michael-Otto-Institut

Laufzeit:

2005-2006

Projektbericht:

H. Hötker (2006): Auswirkungen des "Repowering" von Windkraftanlagen auf Vögel und Fledermäuse.

Rotmilan und Windenergie in Brandenburg

Auftraggeber:

Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg; Staatliche Vogelschutzwarte Brandenburg

Auftragnehmer:

ÖKOTOP Büro für angewandte Landschaftsökologie, Oikostat GmbH

Laufzeit:

2011-2012

Projektbericht:

J. Bellebaum (2012): Rotmilan und Windenergie in Brandenburg - Auswertung vorhandener Daten und Risikoabschätzung (unveröffentlicht).

J. Bellebaum, F. Korner-Nivergelt, T. Dürr & U. Mammen (2013): Wind turbine fatalities approach a level of concern in a raptor population. Journal for Nature Conservation (21). 394-400.

Deutsche Zusammenfassung in: J. Bellebaum, F. Korner-Nivergelt, T. Dürr, U. Mammen (2013): Kollisionskurs - Rotmilanverluste in Windparks in Brandenburg. Vogelwarte (50): 246-247.

"Entwicklung von Methoden zur Untersuchung und Reduktion des Kollisionsrisikos von Fledermäusen an Onshore-Windenergieanlagen"

Auftraggeber:

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)

Auftragnehmer:

Universität Hannover, Universität Erlangen

Laufzeit:

01/2007 - 12/2009

Projektbericht:

R. Brinkmann, O. Behr, I. Niermann, M. Reich (Hrsg.): Entwicklung von Methoden zur Untersuchung und Reduktion des Kollisionsrisikos von Fledermäusen an Onshore-Windenergieanlagen Göttingen: Cuvillier Verlag.

Recht

Recht

Nationale Gesetzgebung

Baugesetzbuch (BauGB) vom 23. Juni 1960, zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 11. Juni 2013 (BGBl. I S. 1548).

Die Privilegierung der Windenergie im Außenbereich ist über den § 35 BauGB gesichert.

Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) vom 12. Februar 1990, zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 8. April 2013 (BGBl. I S. 743).

In der Anlage 1 Liste "UVP-pflichtige Vorhaben" Nr. 1.6 UVPG ist festgelegt, dass eine Umweltverträglichkeitsprüfung nur für Windfarmen mit Anlagen über 50 m und 20 oder mehr Windenergieanlagen zu erfolgen hat.

Für Windfarmen mit Anlagen über 50 m und 6 bis weniger als 20 Windenergieanlagen ist eine allgemein Vorprüfung des Einzelfalls erforderlich.

Für Windfarmen mit Anlagen über 50 m und 3 bis weniger als 6 Windenergieanlagen ist eine standortbezogene Vorprüfung des Einzelfalls erforderlich.

Urteile

Schlüssiges gesamträumliches Planungskonzept

Wenn in einem Regionalplan Vorranggebiete für die Windenergienutzung als Ziel der Raumordnung festgelegt werden, um raumbedeutsame Windkraftanalgen zu konzentrieren und sie zugleich an anderer Stelle auszuschließen - setzt dies eine abschließende Abwägung aller beachtlichen Belange in Bezug auf die positiv festgelegten und die ausgeschlossenen Standorte ("Letztentscheidung") und ein schlüssiges gesamträumliches Planungskonzept voraus. (vgl. VGH Hessen 10. Mai 2012)

Substanzieller Raum

Die Frage ob der Windenergienutzung in einem Raumordnungsplan in substanzieller Weise Raum verschafft wird, ist aufgrund einer Gesamtbetrachtung zu prüfen. Maßgeblich ist hierbei, ob die ausgewiesenen Konzentrationsflächen nach ihrer Zahl und Größe einen beachtlichen Teil der potenziell für die Windkraftnutzung in Betracht kommenden Fläche ausmachen und mit hinreichender Sicherheit zur Errichtung von Windkraftanlagen führen, die nach ihrer Anzahl und Energiemenge auch mit Blick auf den Bundesdurchschnitt geeignet sind, einen gewichtigen und den allgemein anerkannten energiepolitischen Zielsetzungen nicht offensichtlich widersprechenden Beitrag zur Erhöhung des Anteils regenerativer Energien an der Gesamtenergieerzeugung zu leisten. (vgl. OVG Magdeburg 14. Mai 2009).

Artenschutz

Am 15. Juni 2012 hat die 4. Kammer der Verwaltungsgerichts (VG) Kassel über die Klage eines Unternehmens entschieden. Demnach wurde der Bau von vier Windkraftanlagen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg abgelehnt, da die Anlagen in einem landwirtschaftlich genutzten Gebiet errichtet werden sollten, in dem mehrere Rotmilanpaare brüten und ihre Nahrung suchen. Auch wenn sich die Horste der 11 Rotmilan-Paare nicht innerhalb eines 1.000 m sondern innerhalb eines 6.000 m Radius um die Anlagen befinden, muss für diesen Bereich geprüft werden, ob die Rotmilane signifikant gefährdet sind (4 K 749/11.KS).  

 

 

Praxis

Praxis

Im Rahmen eines vom Land Baden-Württemberg geförderten Projektes "Dialogforum Erneuerbare Energien" werden von BUND und NABU Fragen zum Ausbau der Windenergie an Land bearbeitet. Unter anderem werden auch Naturschutzfragen behandelt. Weitere Informationen finden Sie auf den Projektseiten von BUND und NABU.

Im Januar 2013 startete in Hessen im Bereich des Vogelsbergs ein Rotmilanprojekt , dass die Verbesserung der Lebensbedingungen des dort vorkommenden Rotmilans zum Ziel hat. Denn der Ausbau der Windenergie an Land hat Auswirkungen auf diese Art für die Deutschland eine besondere Verantwortung trägt (siehe auch hier). Gefördert wird das Projekt von der ovag Energie AG und Bürgerwind Ulrichstein (2013-2017).

Akteure

Akteure

Hier finden Sie Akteure, die sich mit der Windenergienutzung an Land im Allgemeinen und mit deren naturverträglicher Umsetzung befassen.

Umweltverbände

Dialogforum Erneuerbare Energien - BUND Baden-Württemberg und NABU Baden-Württemberg (siehe Projektseite-BUND und Projektseite NABU)

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND)

(http://www.bund.net/windenergie)

Deutschen Umwelthilfe (DUH)

(http://www.duh.de/2861.html)

Deutscher Naturschutzring (DNR)

(http://www.dnr.de/projekte/abgeschlossene-projekte/umwelt--und-naturvertraegliche-windenergienutzung/index.html)

Greenpeace Deutschland

(https://www.greenpeace.de/themen/energiewende/erneuerbare-energien/wind-0)

Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU)

(http://www.nabu.de/themen/energie/erneuerbareenergien/windkraft/)

WWF Deutschland

(http://www.wwf.de/themen-projekte/klima-energie/energiepolitik/energiewende/)

Industrieverbände

Bundesverband Windenergie (BWE)

(http://www.wind-energie.de/)

andere Vereine

Fachagentur Windenergie an Land (FAW)

(http://www.fachagentur-windenergie.de/)

Forschung

Bosch & Partner GmbH (Berlin)

TU Berlin, Fachgebiet Umweltprüfung und Umweltplanung (Prof. Dr. Johann Köppel)

Universität Kassel, Fachgebiet Landschaftsentwicklung, Umwelt- und Planungsrecht (Prof. Dr. Andreas Mengel)

Universität Hannover, Institut für Umweltplanung, Naturschutz und Landscahftsökologie (Prof. Dr. Michael Reich)

Arbeitsgruppe für regionale Struktur- und Umweltforschung GmbH (ARSU)

Freiburger Institut für angewandte Tierökologie GmbH (FrInaT)

Bundesfachbehörden

Umweltbundesamt (UBA)

(http://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/erneuerbare-energien/windenergie)

Bundesamt für Naturschutz (BfN)

(http://www.bfn.de/0319_windendergie_land_onshore.html)